Klappern für den Nachwuchs

2017 könnte ein besseres Storchenjahr werden. Trotz Dauerregen und Mäusenot sind wieder stolze Brutpaare zu finden, deren Nachwuchs schon erste Flugversuche unternimmt. Ganz ähnlich ist der Entwicklungsstand der drei Jungstörche in Hartmannsdorf nahe der Lindenallee. Sie heben zuweilen schon bis zu ein paar Meter über dem Horst ab. Offenbar fehlt nur noch das letzte Quäntchen Mut für die erste Flugrunde über den Spreewiesen.
Nachdem es die Störche in den vergangenen Jahren wetterbedingt schwer hatten, hofft man 2017 auf mehr Bruterfolge. Anders als in 2016, wo es früh viel regnete, machen die jetzigen Wetterkapriolen den Jungstörchen nicht mehr so viel aus. Sie tragen nun schon ihr Großgefieder, da perlt das Wasser ab." Gefährlicher sei so ein Dauerregen eher zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, wenn der Nachwuchs gerade geschlüpft sei. Dann könnten sie sich mit Pilzen infizieren oder unterkühlen. Das größere Problem sei allerdings die Nahrungssuche, denn Störche finden Mäuse und Insekten nur im kurzen Gras oder in Stoppelfeldern. "Früher wurden die landwirtschaftlichen Flächen nach und nach abgeerntet. So hatten die Vögel immer Nachschub. Das passiert heute innerhalb von wenigen Tagen. Dadurch gibt es kurzzeitig ein Überangebot, dann einen Engpass.

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