1939 2. Weltkrieg

1940 kam der militärische Teil der Waffen-SS nach Hartmannsdorf. Von 1942 bis 1945 war Kurt Krüger Bürgermeister und Ortsgruppenleiter von Hartmannsdorf. Wie sein Vater und Großvater war er Landwirt mit ausgedehnten Fischereirechten. Anfang 1942 baute man nahe Hartmannsdorf eine große Flakstellung mit schweren Flakgeschützen. 1943 kamen Einheiten der Leibstandarte Adolf Hitler aus den Lichtenfelder Kasernen nach Hartmannsdorf. 1944-1945 war nahe Hartmannsdorf ein Ausbildungs-und Ersatzbataillon der Leibstandarte, welche im Februar 1945 zum Regiment z.b.v. Falke umbenannt wurde. Es bestand zum Schluss aus 12 Kompanien. Diese wurde am 17.3.1945 wieder abgezogen. Einer der Ausbilder war der Unterscharführer Erwin Bartmann. Im Raum Hartmannsdorf/Spreenhagen wurde das letzte Aufgebot der eingezogenen Rekruten verteidigt laut einem Bericht des SS Grenadiers Muhs. Hier traf er Jungen in SS Feldröcken und kurzen Hosen. Am 16.April 1945 stellte Lehrer Gericke den Schulunterricht ein und schloß die Schule, da die Schule während des Unterrichts von Tieffliegern beschossen wurde. Am 20.April rückte die SS aus Hartmannsdorf ab. Am 21.April war in Hartmannsdorf der Krieg vorbei. Gegen 16 Uhr kamen die Russen ins Dorf und erklärten den Ort für besetzt und man solle weiße Fahnen hissen. Nach einer Weile verschwanden sie wieder. In der Nacht zum 22.April fielen plötzlich Schüsse, die SS war wieder da und wo weiße Fahnen hingen erschossen sie alle. Ein Denkmal in der Lindenallee ist diesen Opfern des 21./22. April 1945 gewidmet. Es fielen an diesem Tag: Horst Brunnert, 9Jahre Ursula Brunnert, 30 Jahre Peter Fetzer, 61 Jahre Hermann Holpert, 87 Jahre Walter Holpert, 60 Jahre Paul Koralewski, 57 Jahre Paul Knorn, 77 Jahre Kurt Krüger, 12 Jahre Marie Krüger, 51 Jahre Margot Ladewig, 25 Jahre Frieda Niemisch, 43 Jahre Rudi Niemisch, 13 Jahre Otto Noack, 64 Jahre Carl Schnadt, 52 Jahre Maria Schurgeluk, 22 Jahre Elisabeth Zwink, 27 Jahre Kurt Krüger kam in russische Haft, Metalldetektor, Erich Niemsch stellvertretender Ortsgruppenleiter war in britscher Gefangenschaft. Anfang Mai wurde Tischlermeister Friedrich Heide Bürgermeister, jedoch wurde 2 Tage später Richard Kraiczyk zum Bürgermeister ernannt. Am Schulunterricht nahmen nur wenige Kinder teil, da sie von ihren Müttern zur Arbeit gebraucht wurden. Auch spielten sie gerne mit gefundenen Waffen und Munition und gingen damit zum Fischen.
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